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Die
Dienerin Gottes Zeugin unserer Berufung zum Glück
Wer durch die Fürbitte von Claire Gnaden erhält, möge das dem Zisterzienserkloster Boulaur mitteilen: FR-62450 BOULAUR Claire wurde am 26. Oktober 1953 in Paris geboren. Nachdem sie die ersten 5 Jahre in Marokko verbracht hatte, lebte sie bis auf ihre Studienjahre in der Landschaft des Gers auf dem alten Familiengut Lauret. Seit ihrer frühen Kindheit bewies sie eine intensive Lebensfreude, einen aufmerksamen Sinn für ihre Mitmenschen, die Großzügigkeit eines begeisterungsfähigen Herzens und eine besondere Anziehung zu Gott. . Ihre Liebe, ihre Sehnsucht und ihre Hingabe waren ohne Maß. Mit fünfeinhalb Jahren empfing sie die Erste Heilige Kommunion. Seitdem nahmen ihr unbegrenztes Vertrauen zu Gott und ihre reine und völlige Hingabe an Maria ununterbrochen zu. Nach einem guten Studienabschluss trat sie in das Zentrale Institut für Restauration in Rom ein (Malerei und Fresken). Ihr Leben scheint zwar ganz einfach. Aber sie hatte viel zu leiden und harte Kämpfe durchzustehen: – wegen ihrer Krankheit, an der sie seit ihrer Kindheit bis zu ihrem Tode litt; – in ihrem Kampf gegen ihre übermassige Empfindlichkeit und ihre Lebhaftigkeit – durch ihren Schmerz über die Krise der Kirche; – schließlich wegen der Schwierigkeiten und Versuchungen, die ihr während ihres ersten Jahres in Rom stark zusetzten. Doch die Gnade tut ihre Wirkung, und Claire antwortet darauf: durch ihre Hingabe an Gott, durch ihre „Vertrautheit mit der Gottesmutter“ und „allen Leuten im Himmel“, wie sie gern sagt. In den letzten Monaten ihres Lebens strahlen von ihr eine Ausgeglichenheit und eine Übernatürliche Freude aus. Eine schlichte (?) dreiwöchige Wallfahrt in das Heilige Land übte auf sie einen entscheidenden Einfluss aus. Nach ihrer Rückkehr restaurierte sie von Oktober bis Dezember 1974 zwei Fresken des Heiligen Franz in der Basilika von Assisi. Eine außergewöhnliche Zeit der Sammlung, der Erleuchtung und des Glücks: Welche Gnade für sie, ihre Schritte auf den Weg Christi zu setzen, mit der ihr eigenen Begeisterung, alles in ihrem Herzen zu bewahren, um die Dinge dann unter den Gewölben von Assisi zu meditieren, vor der endgültigen und ewigen Begegnung!... Claire kehrte zu den Weihnachtsferien nach Lauret zurück, strahlend vor Freude, überschäumend vor Lebenskraft. Und diese Freude trog nicht: es war bereits die Freude im Reich Gottes, das schon auf dieser Erde angefangen hatte, die Freude der Kinder Gottes, die alles in seine Hände legen, die nichts befürchten, so sehr fühlen sie sich geliebt, so sehr lieben sie selbst. Claire ist erfüllt, es gibt für sie keine Fragen oder Wünsche mehr. es gibt nur noch Lobpreis und Liebe. Erprobt und geläutert siegt ihr Glaube. Am Montag, den 30. Dezember 1974, verbringt sie mit ihren Eltern auf ihren Wunsch einen Tag in Lourdes. Lange betet sie kniend, durch nichts abgelenkt, am Fuß der Grotte. Gibt ihr die Gottesmutter ein Zeichen? ... Fordert sie von ihr den höchsten Beweis ihrer Liebe? ... Am Morgen des 4. Januar, dem ersten Samstag des Monats, den Claire durch besonderes Gebet weihte, zeigte sich völlig unerwartet eine Gehirnhautentzündung, die für sie zum wahren Kreuzweg wurde. Am 22. Januar 1975 ging Claire mit 21 Jahren und drei Monaten in die Ewigkeit ein, in die Gott sie gerufen hat. Das Besondere an Claire war, dass sie verstanden hat und uns verstehen half, dass das totale Vertrauen die Freude der Kinder Gottes zur Folge hat und dass unsere Berufung zum Glück sich schon teilweise auf dieser Welt verwirklichen kann und soll. Diese Erkenntnis soll auch uns zuteil werden. |
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© Abbaye cistercienne Ste Marie de Boulaur. © Photographies: Editions Gaud ; Casa Generalizia O.Cist. ; Abbaye de Boulaur L'usage
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